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27
Jan

Wieder beweglich dank Rolf Kloettschen

Unser Referent -Rolf Klöttschen- in Aktion

Wenn man die Möglichkeit hat, beim Pro-Am-Turnier der BMW PGA Championship teilzunehmen, sagt man zu. Ganz egal, in welcher noch so erbärmlichen körperlichen Verfassung man ist, eine solche Einladung kann man einfach nicht ausschlagen.
Blöd nur, wenn man dann mit einer so ausgeprägten Wirbelblockade und Muskelverspannung mit begleitender Körperschiefstellung nach London reist, dass die Empfangsdame im Hotel aus lauter Mitleid schon fast einen Rollstuhl an das Auto bringen möchte.

Was also tun? Absagen? Auf keinen Fall. Einfach am Physio-Truck der European Tour klopfen – geht auch nicht. Ich schleppe mich also am Dienstag der Turnierwoche über die Anlage und grüble mir ein paar flapsige Sprüche zurecht, die beim Turnier von meinem unterirdischen Spiel ablenken könnten.

Da steht er doch tatsächlich vor mir. Mein Retter. Gleich neben dem Übungsgrün. Auch wenn er zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich weiß, dass er mein Retter sein wird. Rolf Klöttschen. Beruf: Physiotherapeut. Einsätze: Unter anderem für das Golf Team Germany, Martin Kaymer und Max Kieffer. In Wentworth begleitet und bearbeitet Klöttschen Marcel Siem. Da ich ihn schon ein paar Mal zuvor getroffen habe und wir uns dabei immer gut verstanden haben, fasse ich mir ein Herz und erzähle ihm von meinem Dilemma.

Rolf zeigt sich tatsächlich kooperativ und sagt mir sofort zu, später im Hotel mal nach meinem erbärmlich untrainierten Körper zu schauen. Yes! Werde ich tags drauf doch noch spielen können? Werde ich vielleicht sogar dank professioneller  Unterstützung zu ungeahnten Leistungen fähig sein? Abwarten.

Zwei Stunden später liege ich im Hotelzimmer auf einer Behandlungsbank und Rolf legt los. Was folgt sind 45 Minuten voller brennender Muskeln und knackender Körperteile. 45 Minuten, die ich nie vergessen werde. Es geht heftig zur Sache. Ich schwitze, obwohl ich überhaupt nichts machen muss. Mein Körper fährt Achterbahn. Immer wieder testet Rolf, ob die Bewegungsfreiheit meines Halses und meiner Schulter zurückkehrt. Und mit der Zeit tut sie es tatsächlich. Kaum zu fassen. Ich kann wieder nach links schauen – welch wunderbares Gefühl. Rolf, du bist genial!

Mit mächtigen Glückgefühlen schwebe ich am nächsten Tag zum Pro-Am. Die erhofften Preise gibt es natürlich nicht zu vermelden. Aber das lag definitiv nicht an Rolf Klöttschen sondern an meinem immer dagewesenen bescheidenen Golfspiel. Habe ich da hinten nicht gerade Günther Kessler auf der Range gesehen?

Quelle: http://www.golf.de/blogs/blogbuch/60102532/wieder-beweglich-dank-rolf-kloettschen